Altes Zollhaus

Altes Zollhaus Location

Dieses Gebäude aus dem 18. Jahrhundert hat sich seinen großartigen Charme über all die Jahrhunderte bewahrt. Mit viel Liebe zum Detail und großen Aufwendungen wurde dieser historisch einmalige Bau immer wieder den aktuellen Anforderungen angepasst.

Erdgeschoss

Erdgeschoss

Gastraum ca. 131m2
Sitzplätze bis zu 50 Personen

Terrasse
Sitzplätze bis zu 70 Personen

Galerie Obergeschoss

Obergeschoss

Saal ca. 170m2
Sitzplätze bis zu 100 Personen

Terrasse
Sitzplätze bis zu 20 Personen

Lage

Dormagen befindet sich linksrheinisch im sogenannten „Speckgürtel“ zwischen den Metropolen Düsseldorf und Köln, die den wirtschaftlichen und kulturellen Motor dieser Region bilden.

Die Stadt Dormagen bietet als Unterzentrum viele Einkaufsmöglichkeiten, Cafés, Restaurants und Ärztehäuser.
Die Fußgängerzone und das „Top West-Gebiet“ mit weiteren Supermärkten und Geschäften sind mit dem Bus schnell erreicht.
Der Autobahnanschluss an die A 57 befindet sich in Richtung Düsseldorf in ca. 5 km und in Richtung Köln in ca. 6 km Entfernung.

Landschaftlich reizvoll liegt die Stadt Dormagen zwischen dem Rhein mit seinen unter Naturschutz stehenden Rheinauen und großen Waldgebieten. Ein besonderer touristischer Anziehungspunkt ist die mittelalterliche Zollfeste Zons mit seinem Kreismuseum und der Freilichtbühne mit diversen Veranstaltungen. Auch das Kloster Knechtsteden mit seiner Basilika präsentiert über die Stadtgrenzen hinaus bekannten Veranstaltungen.

Dormagen ist eine lebendige Stadt, die viel zu bieten hat!

Ein Gebäude mit Geschichte

Das Haus Rheinstraße 147 (heute Nr. 16) ca. 1903-1905. Vor der Haustür steht der damalige Eigentümer des Hotel-Restaurants Peter Josef Weiler. Das Dachgeschoss mit dem Schieferdach wurde 1920 durch einen Brand zerstört. Seitdem hat das Gebäude ein Flachdach. [Fotosammlung Thomas Schwabach]

1744 wurde das Haus vom Zollbeseher Cornelius le Bruin errichtet. Er ließ im selben Jahr mit Genehmigung des Domkapitels die gegenüber stehende „Pfefferbüchse“ abbrechen. Später ging das Haus vom Sohn Johann le Bruin, der ebenfalls Beseher war, an den neuen Beseher (ab 1795) Johann Wilhelm Fischer, Zonser Zollbeseher 1795-1799, der bis 1805 in dem Haus wohnte. Er erwarb 1805 für 6.000 Reichstaler den Jussenhover Hof bei Dormagen, den die Familie fortan bewohnte, und verpachtete das Haus in Zons an den Bäcker Johann Fuchs. 1817 erwarb Fuchs das Eigentum an dem Haus von Fischer für 1.000 Reichstaler. Spätestens seit 1821 bis mindestens 1844 betrieb Fuchs hier eine Bierbrauerei und Gastschänke. Von diesem ging das Haus durch Teilungsakt am 01.05.1850 an den Sohn Josef Fuchs. Zum Anwesen gehörte auch ein Gebäude (Haus) dahinter an der heutigen Museumstraße, das 1855/56 von Josef Fuchs abgebrochen wurde. Der Sohn des genannten Zollbesehers, Franz Michael Fischer, der auch später noch auf dem Jussenhover Hof wohnte, war übrigens 1829-1837 Bürgermeister von Zons, Dormagen und Nievenheim und hielt seine regelmäßigen örtlichen Sprechstunden während der Zeit selbstverständlich in dem ehemaligen väterlichen Haus, der Gaststätte Fuchs, ab.

Am 09.10.1869 erwarb der Zonser Wirt August Hubert Bebber das Gebäude von Josef Fuchs und führte den Betrieb fort. Durch die Heirat mit Bebbers Witwe Anna Maria Josephine Müller 1885 wurde Peter Hubert Bender, der aus Unkelbach gebürtig war, neuer Besitzer. Die beiden einzigen Kinder des Ehepaares starben bereits im Kleinkindalter. Seine zweite Frau Gertrud Honnef heiratete nach dessen Tod 1896 den Bäcker und Konditor Peter Josef Weiler (geboren am 27.11.1870 in Hasselsweiler im Landkreis Jülich). Um diese Zeit dürfte das Gasthaus, das zu Beginn des 20. Jahrhunderts im Volksmund noch „Gasthof Bender“ genannt wurde, den Namen Hotel-Restaurant „Zur Rothenburg“ erhalten haben. Nach dem Tod der Ehefrau 1906 heiratete Peter Josef Weiler Franziska Michel. Bereits 1904 hatte er weiter nördlich am Rhein das Gasthaus „Zum Bergischen Hof“ errichtet und zunächst an wechselnde Betreiber verpachtet. 1908 übernahm der Restaurateur Peter Mones (seit dem 12.10.1908 verheiratet mit Maria Brangenberg aus Neuss, geb. 15.10.1881 in Neuss, gest. 27.08.1964 in Zons) das Restaurant „Zur Rothenburg“ von Weiler. Letzterer übernahm 1910 selbst die Leitung des „Bergischen Hof“ (nach dessen Tod am 11.06.1931 von dem Sohn Matthias fortgeführt). Mones betrieb in dem Haus über Jahre auch eine eigene Schlachterei und eine Bäckerei. Er hatte mit seiner Frau drei Kinder, von denen ein Sohn im Ersten Weltkrieg gefallen ist. Peter Mones starb am 04.07.1952. Der Sohn Toni betrieb das „Alte Zollhaus“ mit seiner Ehefrau Erna weiter. Nach dessen Tod wechselten die Betreiber mehrfach.

Am 05.06.1920 brannte das Dachgeschoss des Restaurants ab, das leider nicht wiederhergestellt wurde. Der Mobiliar- und Immobiliarschaden war mit insgesamt fast 131.000 Reichsmark beträchtlich. Zunächst benannte Peter Mones das Gebäude um in „Rothenburg-Ruine“, einige Jahre später in „Altes Zollhaus“, welchen Namen das Gebäude heute noch trägt. Der heutige Name ist natürlich historisch falsch und irreführend. Lediglich dadurch, dass in dem Haus ehemals Zollbeamte wohnten, zuletzt der Beseher Fischer, ist ein Bezug zum Zoll gegeben.

[Quellen: Pfarrarchiv St. Martinus Zons, Nr. 577, fol. 27v (zu 1757); Müller/Cardauns: Die Rheinische Dorfchronik des J. P. Delhoven (1967), S. 191 (Kauf 1805); Hauptstaatsarchiv Düsseldorf, ZA Kalkum, Not.-Rep. 427, Nr. 1682 (Verkauf 1817); Regierung Düsseldorf, Kataster B 5739 (Teilungsakt 1850); Regierung Düsseldorf, Kataster B 5740 (Abbruch 1855/56); Reg. Ddorf, Kat. B 5743 (Verkauf 1869); Stadtarchiv Dormagen (im „Archiv im Rhein-Kreis Neuss“), Bestand Zons, Nr. 685; Grabstein der Familie Weiler auf dem Zonser Friedhof, Zivilstandsregister Zons; Adreßbuch des Kreises Neuß, Neuß o.J. [1844]; Adreß-Buch der Kreise Neuss und Grevenbroich 1879]

Preise

Preise und Konditionen auf Anfrage.

Anfrage senden